Kurzbeschreibungen typischer Beratungsprojekte
Ich arbeite üblicherweise mehrere Monate mit 2-5 Tagen/Woche beim Kunden vor Ort. Als Berater oder Projektleiter arbeite ich mit dem Projektteam in einem Projektraum. Als Interims-Manager übernehme ich den Alltag einer vakanten Führungskraft oder ich forme den Alltag einer neuen Führungsposition. Abends folgen dann oft Abstimmungsgespräche und Sparringsgespräche mit (neuen) Auftraggebern.
Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Fragen dazu haben. Für diejenigen, die erst einmal etwas lesen wollen, habe ich nachfolgend typische Projekte beschrieben.
01) Kennzahlensystem und Shopfloormanagement (SFM)
| Ziele | Qualifizierung der Führungskräfte im SFM; Erarbeitung relevanter Kennzahlen; Aufbau SFM-Wände; Gestaltung SFM-Gespräche mit Fokus auf Vorausschau und Problemlösungs-Steuerung; Reflexion und Intervention durch Berater |
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| Ausgangszustand | Führungskräfte berichten dem Chef in Einzel-Gesprächen und diversen Gruppen-Meetings; überwiegend reaktives Verhalten der Führungskräfte; wenig Verständnis für den gesamten Ablauf; Fokus auf wenige Störungen im eigenen Fachbereich; diverse Kennzahlen in Verwendung; Kennzahlen nicht definiert und zum Teil widersprüchlich oder ziellos; keine strukturierten Problemlöse-Methoden; allgemeiner Rückwärtsblick |
| Ergebnisse | SFM-Wände mit kaskadierten SFM-Gesprächen von Werkleitung bis Meister; festgelegte Agenda; definierte Kennzahlen; Monatsdiagramme mit Ziel, normalem Streuungsbereich und Ampel; Priorisierung von Problemlösungen mit Begleitung der Führungskraft bei Anwendung strukturierter Problemlösemethoden; Verständnis für KVP als kontinuierliche Tätigkeit; selbstlaufende SFM-Gespräche; vorausschauende Problemerörterung und Produktionssteuerung; Fokus auf Vorbereitung Folgetag statt auf Rückschau Vortag |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 6 Monate mit 5 AT/Wo. Da die Unterstützung des Beraters hierzu nur etwa 2-3 h/AT erforderte, fanden über den restlichen Tag zusätzliche Projekte beim Kunden statt. |
02) Austaktung Montagebänder mit variantenreichen Motoren inkl. SAB-Erarbeitung
| Ziele | Mitarbeiter-Auslastung am Montageband und in Einzelstationen (in Summe 29 Arbeitsplätze) erhöhen und nivellieren; standardisierte Arbeit verbessern; Bereitstellung von Material und Werkzeugen verbessern; soweit möglich Anzahl Mitarbeiter reduzieren |
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| Ausgangszustand | Bandgeschwindigkeit variiert täglich; Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung „irgendwie“ den Arbeitsumfang ab; Variantenvielfalt und Sequenz führen zu wechselnder Mitarbeiter-Auslastung je Takt; Mitarbeiter halten sich nicht an Stationszuordnung, arbeiten vor und driften ab; Material und Werkzeuge sind nicht in der Nähe; Materialbereitstellung z. T. chaotisch; Materialbelieferung aus Vormontagen z. T. mit zu geringen Puffern; keine strukturierte Qualifizierung der Mitarbeiter – sie lernen nur voneinander |
| Ergebnisse | Bandgeschwindigkeit und Taktzeit immer konstant; Dokumentation von Soll-Arbeitsgängen mit Zuordnung von Tätigkeiten auf einzelne Arbeitsplätze (= Erstellung Standardarbeitsblätter, SAB); Verbesserung der Materialbereitstellung in Stationen; Freistellung von 2 Montage-Mitarbeitern, von denen einer als Springer/Unterstützer agiert und den KVP treibt; mittlere Mitarbeiter-Auslastung > 90 %. |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
03) Austaktung variantenreicher Cockpitmontage inkl. Materialbereitstellung
| Ziele | Mitarbeiter-Auslastung am Montageband (in Summe 24 Arbeitsplätze) erhöhen und nivellieren; standardisierte Arbeit verbessern; Bereitstellung von Material und Werkzeugen verbessern; soweit möglich Anzahl Mitarbeiter reduzieren; Springer einführen |
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| Ausgangszustand | Bandgeschwindigkeit konstant; Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung den Arbeitsumfang ab; Variantenvielfalt und Sequenz führen zu wechselnder Mitarbeiter-Auslastung je Takt; Mitarbeiter halten das Band bei Übertaktung an; Outputmenge ist instabil; Materialbereitstellung ist „zusammengestückelt und ungepflegt“ mit z. T. platzraubenden Ladungsträgern |
| Ergebnisse | Vermeidung Übertaktung durch Aufbau eines Springers/Unterstützers und variantenspezifische Verschiebung von Einbauorten (Umverteilung Arbeitsgänge); Update der Soll-Arbeitsgänge in Standardarbeitsblättern (SAB); Reduzierung der großen Ladungsträgergrößen und der Bestände/Reichweiten in den Stationen; griffoptimalere Anordnung der Ladungsträger und Werkzeuge; Erfüllung der Outputmenge; keine Reduzierung Mitarbeiter-Anzahl, jedoch nun ein Springer/Unterstützer, der sich auch um KVP kümmert; Erhöhung der möglichen Produktionsmenge um ca. 10 %; mittlere Mitarbeiter-Auslastung bei ca. 92 % |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
04) Einrichtung getakteter Montage für LKW-Aufbaurahmen
| Ziele | Nutzung vorhandener motorbetriebener Böcke zum Aufbau einer getakteten Montage über 6 Stationen inklusive Abschlussprüfung; Sicherstellung konstanter Band-Output; Verbesserung der Materialbereitstellung am Band und in Vormontage-Stationen. |
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| Ausgangszustand | Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung einen variablen Arbeitsumfang auf einer Station ab; der Arbeitsumfang richtet sich nach dem Fortschritt der Nachbarstationen; bearbeiteter LKW-Aufbaurahmen wird zu individuellen Zeitpunkten auf die Folgestation gefahren; Mitarbeiter arbeiten auch Teile ihres Arbeitsumfangs in vorausgehender Station, wenn sie ansonsten warten müssten; Funktionsprüfung in der letzten Bandstation erzeugt stark unterschiedliche Bearbeitungszeiten, da Fehler dort korrigiert werden; diese Station blockiert den gleichmäßigen Output und Vorschub auf den anderen Stationen; Materialbereitstellung z.T. ungepflegt; keine festen Abstellorte; viel Suchaufwand in Setkistenwagen; oftmals fehlendes Material; keine Beschreibung der Arbeitsgänge vorhanden. |
| Ergebnisse | Beschreibung der Haupt-Arbeitsumfänge je Station und Mitarbeiter; Verbot des Vorarbeitens; Festlegung und Beschilderung aller Materialablageplätze; Aufteilung der Setkistenwagen auf Stationsinhalte; Installation einer Taktzeit-Countdown-Uhr; Visualisierung der erreichten Stückzahl für fehlerfreie Aufbaurahmen und für Nacharbeits-Aufbaurahmen; Konzeption und Beauftragung einer zusätzlichen Abschlussprüfungs-Station abseits des Bandes; Entlastung und keine Übertaktung der Abschlussprüfungs-Station am Bandende; Realisierung eines gleichzeitigen und getakteten Vorschubs in allen Stationen; Sicherstellung gleichmäßiger Band-Output |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 6 Monate mit 2–3 AT/Wo. |
05) Einrichtung Kommissionierzone, Supermärkte und Bandbelieferung mit getakteten Routen und Staplerrufsystem
| Ziele | Konzeption und Einrichtung mehrerer Setkisten-Kommissionierzonen (Rundlauf mit Pickzettel bzw. Pick-By-Light); Konzeption und Einrichtung mehrerer Supermärkte gemäß LEAN in Verbraucherortnähe; Konzeption und Einrichtung einer getakteten Route für die Belieferung von Montagestationen aus den Kommissionierzonen/Supermärkten; Einführung eines Staplerrufsystems für Eillieferungen großer Ladungsträger |
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| Ausgangszustand | Kaum Erfahrung mit der Gestaltung von Kommissionierungen, Supermärkten, getakteten Routen und Staplerrufsystemen gemäß LEAN; überwiegende Belieferung mit Staplern, getriggert mittels "Go & See" und "Zuruf"; Material kommt aus dem Haupt-Lager mit z. T. langen Wegstrecken und Wiederbeschaffungszeiten; viel Material am Band und oft fehlendes Material; Stress für Logistiker |
| Ergebnisse | Kommissionierzonen, Supermärkte, getaktete Route und Staplerrufsystem funktionieren; erkennbare Optimierungen sollen nach einer Gewöhnungszeit in einem Folgeprojekt erfolgen; Staplerrufknöpfe für Material mit Notwendigkeit zur Eilbelieferung sind eingerichtet; Routen fahren getaktet ab, sind aber nicht ausreichend ausgelastet; Reduzierung der Stapler-Anzahl um 50 %; in einem Folgeprojekt wurde der zentrale Stapler-Beauftragungs-Monitor durch Funk-Panels auf jedem Stapler ersetzt |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 + 3 Monate mit 4 AT/Wo., mit etwa 6 Wochen Pause wegen Überbrückung der Equipment-Bestellzeiten. |
06) Einführung GAB & GAE und Verbesserung von Output, Steuerung, Rüsten und Auslastung in Zahnradfertigung
| Ziele | Einführung Ganzheitliche Anlagenbetreuung (GAB/TPM) und Gesamtanlageneffektivität (GAE/OEE) gemäß Standard; Verbesserung vorausschauender Steuerung mit Berücksichtigung von Rüstzeiten, GAB und Reparaturen; Verbesserung der Rüstabläufe (Trennung in intern/extern); Auslastungen der einzelnen Maschinen und Maschinenbediener verbessern; bei Bedarf Umfänge nach extern verlagern (Make-or-Buy-Entscheidungen herbeiführen) |
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| Ausgangszustand | 30 Maschinen, teilweise mit Verkettung und unterschiedlichen Arbeitsumfängen/Fähigkeiten; GAB/TPM wird inkonsequent durchgeführt; glaubhafte Zahlen für GAE/OEE existieren kaum; Rüsten findet irgendwie und irgendwann statt; Maschinenkapazitäten sind nicht planbar; Output schwankt und ist oft unter Ziel; ein Teil der verketteten Fertigungsumfänge ist extern |
| Ergebnisse | Für alle Maschinen existiert ein GAB-Pate sowie je ein Wartungsplan für Betreiber und Instandhaltung; eine Sachnummern-Matrix zeigt auf, welcher Fertigungsablauf auf welcher Maschine mit welchen Zykluszeiten machbar ist; für jede Sachnummer sind Haupt-Fertigungsabläufe sowie Alternativen festgelegt; Nutzungszeiten wichtiger Maschinen werden minutengenau manuell dokumentiert und mit automatisch erfassten Störungszeiten verifiziert; eine Produktvolumenmatrix zeigt die machbare Kapazität in Abhängigkeit der Zykluszeit und der GAE/OEE; Rüstabläufe an Engpassmaschinen sind getrennt in intern/extern, trainiert und dokumentiert; verschiedene Fertigungsumfänge wurden nach extern verschoben bzw. wieder reingeholt; in täglichen Abstimmungen werden die anstehenden Tätigkeiten an den Engpassmaschinen vorausschauend geplant; Erhöhung der Kapazitäten um ca.35 % |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
07) Standardisierung Arbeitsabläufe für Elektrolyse
| Ziele | Qualitätsverbesserung durch standardisierte Arbeitsabläufe und eine verlässlichere Steuerung der Produktions- und Qualitätsparameter in den Bereichen Belichter, Elektrolysebäder und Qualitätskontrolle |
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| Ausgangszustand | relevanten Produktions- und Qualitätsdaten waren über verschiedene Quellen und Darstellungen verteilt; Daten aus Belichtern, Elektrolysebädern und Qualitätskontrolle wurden nicht durchgängig nach einheitlichen Kriterien erfasst und zusammengeführt; Prozessparameter, Qualitätsmerkmale, Ressourcenverbrauch und Ausschuss standen deshalb nur eingeschränkt in einem gemeinsamen Zusammenhang; Schichtpläne und Produktionspläne mussten regelmäßig mit kurzfristigen Anpassungen abgestimmt werden. Schichtübergaben enthielten nicht immer alle Informationen, die für die nächste Schicht relevant waren. Produkt-Handling, Datenerfassung und Auswertung boten zusätzliche Verbesserungsmöglichkeiten |
| Ergebnisse | Komplette Neustrukturierung der Produktions- und Qualitätsdaten für die Produktionsablaufplanung und Qualitätsauswertungen; diverse SixSigma-Hypothesen und -Bewertungen zu Mängelursachen; Reduzierung Ausschusses um 18 % |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
08) Aufbau Kommissionierung & Bandbelieferung
| Ziele | Aufbau einer stabilen Just-in-Time-Belieferung mit Pull-Prinzip für Montagebänder und Einzelstationen. |
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| Ausgangszustand | Produktspektrum und die daraus entstehenden Materialbedarfe sind hinsichtlich Mengen, Varianten, Verbräuchen und Wiederbeschaffungszeiten nicht ausreichend für eine belastbare Belieferungslogik aufbereitet; unterschiedliche Bedarfsmeldearten für Material mit unklaren Sicherheitsbeständen; Belieferungswagen, Abladestellen und Bauteile sind oftmals nicht eindeutig gekennzeichnet; dadurch entsteht Suchaufwand, unnötige Materialhaufen an den Stationen, Risiken für fehlendes Material und viele Rückfragen; Abstimmung zwischen Logistik und Montage sowie die EDV-Unterstützung der Kommissionierung und der Retouren bieten weitere Verbesserungsmöglichkeiten |
| Ergebnisse | Stabile und kurzfristige Belieferung von Montagebändern und Einzelstationen; Reduzierung der Materialbereitstellungsfläche an den Stationen um 35 %; Einrichtung einer Express-Belieferung; Dokumentation aller Retouren; Verbesserung der Kommissionierung und der zugrunde liegenden Daten |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
09) Konzeption einer Werkerführung
| Ziele | Datenaufbereitung für eine EDV-gestützte Anzeige aller Arbeitsinhalte mitsamt Zeichnungen, Zeiterfassung und Mängeldokumentation. |
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| Ausgangszustand | Arbeitsinhalte, Zeichnungen, Zeitinformationen und Mängeldokumentationen liegen in unterschiedlichen Strukturen und Systemen vor; Anforderungen der beteiligten Bereiche sind noch nicht zu einer gemeinsamen Daten- und Bedienlogik zusammengeführt; Montage, Logistik, Konstruktion, Entwicklung und Arbeitsvorbereitung benötigten teilweise unterschiedliche Informationen und Funktionen; für die Entwicklung eines IT-Prototyps müssen deshalb zunächst Datenstrukturen, User-Interfaces / Benutzeroberflächen, Bedienungsfunktionen und Entscheidungswege gemeinsam konkretisiert werden |
| Ergebnisse | Grafische Darstellung des User-Interfaces / Benutzeroberflächen; Beschreibung aller Funktionen, Datenbanken und Handlungsfelder für Montage, Logistik, Konstruktion, Entwicklung und Arbeitsvorbereitung |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
10) Aufbau visuelles Steuerboard für kundenindividuelle Großprodukte
| Ziele | Kumulative Darstellung aller relevanten Informationen für Produktionsplanung und Fortschrittsüberwachung bei kundenindividuellen Großprodukten. |
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| Ausgangszustand | Herstellung kundenindividueller Großprodukte erfordert die Abstimmung vieler Informationen zu Reihenfolge, Vorbereitung, Arbeitsstationen, Personen, Arbeitsteilung und Schnittstellen; diese Informationen sind nicht vollständig an einem Ort gebündelt; Soll- und Ist-Zeiten werden nicht durchgängig nach einheitlichen Regeln ermittelt; Hindernisse, Schwachstellen und notwendige Puffer werden teilweise erst spät sichtbar; dadurch werden die Fortschritts- und Kapazitätssteuerung erschwert und der Fokus liegt oftmals nur auf Einzelereignissen |
| Ergebnisse | Verbesserung der mittleren Durchlaufzeit auf ca. 65 %; Reduzierung der Arbeitszeit auf ca. 85 %; Erhöhung der Qualifizierung der Mitarbeiter auf mehr als 80 % der Tätigkeiten |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo. |
11) Termin- und Kapazitätsplanung Prüfstände
| Ziele | Verbesserung der Termin- und Kapazitätsplanung für Prüfstände durch kumulative Darstellung aller relevanten Informationen für Produktionsplanung und Fortschrittsüberwachung. |
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| Ausgangszustand | Die bisherige Prüfstandsplanung bildet die tatsächlich entstehenden Aufwände und Abhängigkeiten nicht durchgängig ab. Anläufe beim Wechsel von Experimenten und erforderliche Rüstaktivitäten werden nicht ausreichend zeitlich bewertet.Interne und externe Rüstaktivitäten werden nicht konsequent getrennt. Messeinrichtungen waren teilweise nicht termingerecht vorbereitet. Außerdem fehlten einheitliche Beurteilungsmaßstäbe für Experiment-Abbrüche und klar definierte Prüfabläufe sowie Beurteilungszeitfenster. |
| Ergebnisse | Erhöhung der Prüfkapazitäten um den Faktor 1,7; Senkung der Prüfstandskostensätze um 38 %; Vermeidung von Prüfstandsleerläufen um 24 %. |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 6 Monate mit 3 AT/Wo. |
12) Steuerung Fertigung und Bereitstellung von Motoren-Prototypen
| Ziele | Verbesserung der Steuerung von Fertigung und Bereitstellung durch transparente Auftragsstände, geklärte Verantwortlichkeiten, abgestimmte Prioritäten und verlässliche Übergaben zwischen den beteiligten Bereichen |
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| Ausgangszustand | Prototypenaufträge werden durch individuelle Anforderungen, kurzfristige Änderungen und unterschiedliche Bearbeitungsstände geprägt. Informationen zu Prioritäten, benötigten Teilen, Fertigungsfortschritt und Bereitstellung liegen teilweise verteilt bei verschiedenen Ansprechpartnern. Reihenfolge der Bearbeitung wird dadurch mehrfach angepasst. Fehlende Teile, offene Entscheidungen und unklare Übergaben werden teilweise erst im laufenden Arbeitsprozess sichtbar. Die beteiligten Bereiche arbeiten engagiert, haben aber nicht immer ein gemeinsames Bild über den Gesamtauftrag. |
| Ergebnisse | Transparenz über Prototypenaufträge, Bearbeitungsstände, Prioritäten und Bereitstellungsbedarfe an einem gemeinsamen Papier-Steuerboard; abgestimmte Steuerungslogik für Fertigung und Bereitstellung; geklärte Verantwortlichkeiten und verbesserte Übergaben zwischen den beteiligten Bereichen |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 5 AT/Wo. |
13) Verbesserung der Abstimmung produktionsgerechter Produktgestaltung (PPG)
| Ziele | Verbesserung der Abstimmung zwischen Produktgestaltung, Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Produktion und Logistik mit dem Ziel, produktionsgerechte, qualitätsfähige und kundenorientierte Produkte zu entwickeln. |
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| Ausgangszustand | Produktanforderungen und technische Lösungen werden nur selten gemeinsam mit den später beteiligten Produktions- und Logistikbereichen bewertet. Anforderungen an Montage, Materialbereitstellung, Prüfung, Handling und Qualität werden teilweise erst nach Beginn der Umsetzung sichtbar. Änderungen an Produkten und Konstruktionen führen dadurch zu Rückfragen, Nacharbeit oder zusätzlichen Abstimmungen im laufenden Prozess. Das technische Produkt ist machbar, aber nicht immer zugleich einfach, stabil und wirtschaftlich herstellbar. |
| Ergebnisse | Verbesserte Abstimmung zwischen Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Produktion und Logistik; frühzeitig berücksichtigte Anforderungen an Montage, Materialfluss, Qualität und Prüfung; gemeinsame Kriterien / Gestaltungsrichtlinien für eine produktionsgerechte Produktgestaltung |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2 Monate mit 5 AT/Wo + 4 Monate mit 2 AT/Wo. |
14) Produktivitätssteigerung und Qualitätsverbesserung Sandkernfertigung Gießerei
| Ziele | Steigerung der Produktivität und Verbesserung der Qualität in der Sandkernfertigung einer Gießerei durch stabilere Arbeitsabläufe, bessere Prozessparameter und eine systematischere Bearbeitung von Abweichungen. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Die Sandkernfertigung ist durch unterschiedliche Varianten, wechselnde Prozessbedingungen und erfahrungsbasierte Arbeitsweisen geprägt. Qualitäts- und Produktivitätsverluste entstehen durch Abweichungen bei Material, Maschinenparametern, Arbeitsabläufen und Prüfungen. Fehlerbilder, Nacharbeit und Ausschuss werden nicht immer einheitlich erfasst und ausgewertet. Dadurch ist kaum erkennbar, welche Ursachen den größten Einfluss auf Qualität, Verfügbarkeit und Ausbringung haben. |
| Ergebnisse | Verbesserte Produktivität und stabilere Qualität in der Sandkernfertigung; klarere Prozessparameter und Arbeitsstandards; systematischere Erfassung und Bewertung von Fehlern, Nacharbeit und Ausschuss; gezielte Umsetzung von Verbesserungen an den wesentlichen Verlustursachen; Senkung notwendige Arbeitszeit auf 72 % (= Erhöhung der Kapazitäten). |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 4 Monate mit 5 AT/Wo. |
15) Einführung TPM und OEE in der Zerspanung
| Ziele | Einführung von TPM und OEE zur Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit, Maschinenleistung und Qualität in der Zerspanung sowie zur systematischen Verringerung der wesentlichen Verlustarten. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Störungen, Rüstvorgänge, kurze Unterbrechungen, Geschwindigkeitsverluste und Qualitätsprobleme werden nicht durchgängig nach einheitlichen Kriterien erfasst. Die tatsächliche Anlagenleistung und die realen Stillstands-/Störungszeiten sind dadurch nur eingeschränkt sichtbar. Ursachen für Stillstände werden nicht auswertbar dokumentiert. Wartungs- und Betreiberaufgaben sind teilweise nicht eindeutig festgelegt. Maschinenbediener, Instandhaltung und Führungskräfte verfügten nicht immer über dieselbe Sicht auf Anlagenzustand, Störungsursachen und Verbesserungsprioritäten. Die Prioritäten werden unterschiedlich gesetzt. |
| Ergebnisse | Einführung einer gemeinsamen TPM- und OEE-Systematik; klare Erfassung und Bewertung der wesentlichen Verlustarten; abgestimmte Betreiber- und Instandhaltungsaufgaben; verbesserte Transparenz über Anlagenverfügbarkeit, Leistung und Qualität; strukturierte Steuerung von Verbesserungsmaßnahmen |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 5 AT/Wo. |
16) Reduzierung der Durchlaufzeit und Materialpuffer durch Anlagen-Verkettung
| Ziele | Reduzierung der Durchlaufzeit und Materialpuffern durch die Verkettung von Fertigungsmaschinen und die Entwicklung eines stabilen Fertigungsablaufs im Fluss. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Die Fertigungsmaschinen arbeiten überwiegend in getrennten Bereichen oder nach voneinander abweichenden Steuerungslogiken. Zwischen den Maschinen entstehen dadurch Zwischenbestände, Wartezeiten und zusätzliche Transport- und Bereitstellungsaufwände. Material wird teilweise auf Vorrat gefertigt oder weitergegeben, obwohl der nachfolgende Prozess noch nicht bereit ist. Engpässe und Störungen werden dadurch erst verspätet sichtbar. Der tatsächliche Fertigungsfluss ist somit schwer steuerbar. |
| Ergebnisse | Fertigungsmaschinen im Fluss; reduzierte Durchlaufzeiten und Materialpuffer; klarere Übergaben zwischen den Maschinen; bessere Transparenz über Engpässe, Störungen und den tatsächlichen Fertigungsfortschritt; deutlich weniger Material vor Ort (ohne zusätzliche Stillstände wegen Materialmangel); Verbesserung DLZ je nach Variante um 22-73 % |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2+2 Monate mit 5 AT/Wo. |
17) Optimierung Werkzeugvorbereitung für Zerspanung
| Ziele | Verbesserung der Werkzeugverfügbarkeit für die Zerspanung und Aufbau eines gepflegten, verlässlichen Datenbestands aller Werkzeuge. |
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| Ausgangszustand | Werkzeuge, Werkzeugdaten und Vorbereitungsstände sind nicht verlässlich und vollständig. Fehlende, unvollständige oder veraltete Daten erschweren die rechtzeitige Vorbereitung und führen zu Rückfragen bei Fertigungsplanung, Werkzeugvorbereitung und Maschinenbedienern. Die Verfügbarkeit der benötigten Werkzeuge hängt teilweise von Einzelwissen und kurzfristiger Suche ab. Fehlende Werkzeuge werden oft nicht rechtzeitig erkannt, um den Plantermin zuverlässig abzusichern. |
| Ergebnisse | Werkzeugverfügbarkeit bei 98 % zum Plantermin; gepflegter Datenbestand aller Werkzeuge |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2 Monate mit 2 AT/Wo. |
18) Einrichtung Supermarkt zur Verringerung von Materialbeständen und Platzbedarf an Montagestationen
| Ziele | Reduzierung von Materialbeständen und Platzbedarf an den Montagestationen durch Einrichtung eines Supermarkts mit Leergutabwicklung, getaktetem Routenzug und Kanban-Karten-Kreisläufen. |
|---|---|
| Ausgangszustand | An den Montagestationen sind viele unterschiedliche Bauteile in teilweise größeren Materialmengen bereitgestellt. Dadurch wird wertvoller Platz gebunden und die Übersichtlichkeit an den Arbeitsplätzen erschwert. Materialnachschub, Leergut und Rückführung von Behältern werden nicht durchgängig über einen einheitlichen Kreislauf organisiert. Die Belieferung erfolgt teilweise nach individueller Anforderung oder auf Vorrat. Dadurch entstehen unnötige Bestände, Suchaufwand und zusätzlicher Abstimmungsbedarf zwischen Montage und Logistik. |
| Ergebnisse | Einrichtung und Inbetriebnahme eines Supermarkt für 1.800 Teilenummern mitsamt Leergutabwicklung, getaktetem Routenzug und Kanban-Karten-Kreisläufen. Reduzierung Materialfläche auf dem Boden der Montagestationen um 80 % |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2 + 2 Monate mit 4 AT/Wo. |
19) Koordination des Umzugs aller Maschinen und Läger aus einer Halle im laufenden Betrieb
| Ziele | Koordination des Umzugs aller Maschinen und Läger aus einer Halle bei möglichst geringer Beeinträchtigung des laufenden Betriebs sowie Sicherstellung der Produktions- und Materialversorgung während der Umzugsphasen. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Maschinen, Lager, Materialien, Werkzeuge und Arbeitsplätze müssen aus einer bestehenden Halle in eine neue räumliche Struktur überführt werden. Der dortige Platzbedarf erfordert z.T. eine neue Flächennutzungsplanung. Der Umzug muss an Wochenenden und im laufenden Betrieb erfolgen. Deshalb mussten Reihenfolge, Zwischenlager, Transporte, Anschlüsse, Zugänglichkeiten und Produktionsbedarfe eng aufeinander abgestimmt werden. |
| Ergebnisse | Koordinierter Umzug von Maschinen und Lägern im laufenden Betrieb; abgestimmte Umzugsreihenfolge; geklärte Verantwortungen, Übergaben und Zwischenlösungen; Sicherstellung der erforderlichen Produktions- und Materialversorgung während der Umzugsphasen |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 1 AT/Wo. |
20) Neue Transportwege im Werk innerhalb und außerhalb der Hallen
| Ziele | Verbesserung der innerbetrieblichen Transportwege innerhalb und außerhalb der Hallen durch kürzere, verlässlichere und sicherere Fahrwege sowie eine bessere Abstimmung von Quellen, Senken und Transportaufträgen. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Transportwege sind historisch gewachsen und nicht überall auf die aktuellen Materialflüsse, Arbeitsplätze und Verkehrsanforderungen abgestimmt. Materialtransporte führen je nach Wetterlage teilweise über längere Strecken oder müssen auf ungünstigen Wegen ausgeführt werden. An Quellen und Senken entstehen Wartezeiten, weil Material oder Stapler nicht rechtzeitig bereitsteht, Übergabeflächen belegt sind oder mehrere Transportaufträge gleichzeitig bearbeitet werden müssen. Die tatsächlichen Fahr- und Wartezeiten sind nicht ausreichend transparent. |
| Ergebnisse | kürzere Fahrzeiten; kürzere Wartezeiten bei Quellen und Senken; verbesserte und klarer strukturierte Transportwege im Werk |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2 Monate mit jeweils 2 AT/Wo. |
21) Definition und Abstimmung von konzernweiten LEAN-Produktionsprinzipien
| Ziele | Definition und Abstimmung gemeinsamer Produktionsprinzipien für Montage, Logistik und Fertigung als verbindliche Orientierung für Arbeitsweisen, Materialfluss, Steuerung und Zusammenarbeit. |
|---|---|
| Ausgangszustand | Die beteiligten Bereiche arbeiten mit unterschiedlichen Vorstellungen davon, wie Montage, Logistik und Fertigung zukünftig gestaltet und gesteuert werden sollten. Einzelne Regeln, Prinzipien und Vorgaben existieren, sie sind aber nicht zu einem gemeinsamen Gesamtbild verbunden (und die wenigsten Beteiligten kennen diese). Entwicklung, Planung und Produktion müssen deshalb ihre Anforderungen und Zielkonflikte mühsam aufeinander abstimmen (oder arbeiten ohne ausreichende Abstimmungen). Ohne gemeinsame Prinzipien kann keine effiziente Planung und Produktion entstehen (da den Entscheidern und Mitarbeitern die notwendige Gesamt-Orientierung für LEAN fehlt). |
| Ergebnisse | Kurzbeschreibung gemeinsamer Prinzipien für Montage, Logistik und Fertigung; alles abgestimmt mit Entwicklung, Planung, Produktion und Gesamtbetriebsrat. |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Phasen zu jeweils 6 Monaten mit 2–5 AT/Wo. |
22) Planung Umbau Lackierpuffer mit Sortierer für Kariossen in Einzelfarben und Karossen in Gruppen gleicher Farbe
| Ziele | Planung des Umbaus eines Lackierpuffers mit automatischem Sortierer für Karossen, damit Karossen termingerecht in der vorgesehenen Soll-Reihenfolge sortiert und bereitgestellt werden können. |
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| Ausgangszustand | Karossen mit unterschiedlichen Farben und Fertigungsmerkmalen können im Lackierpuffer nicht in einer beliebigen Reihenfolge ausgeschleust werden. Die bestehenden Fahrwege und deren Steuerung ist dafür nicht geeignet. Im Bedarfsfall erfolgt die Sortierung manuell mittgels einer Ausschleusstation. Die anschließende Lackierung kann die Anforderungen zur Kostenreduzierung nicht ausreichend erfüllen. |
| Ergebnisse | Planung eines Lackierpuffers mit Sortierfunktion; Fähigkeit, Karossen termingerecht in der vorgesehenen Soll-Reihenfolge zu sortieren. |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 2 Monate mit 3 AT/Wo. |